Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Es ist ganz einfach zur Früherkennung beizutragen, wenn Sie sich regelmäßig mit Ihrer Brustgesundheit befassen.
1. Kennen Sie die Risikofaktoren:
Informieren Sie sich über die Krebshäufigkeit in Ihrer Familie. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin über Ihr persönliches Brustkrebsrisiko.
2. Lassen Sie sich medizinisch untersuchen:
Spätestens im Alter von 30 Jahren sollte sich jede Frau jährlich einer medizinischen Untersuchung bei ihrem behandelnden Arzt unterziehen.
Ärztliche Tastuntersuchung:
Ab dem Alter von 30 Jahren wird jährlich die ärztliche Tastuntersuchung im Rahmen der Brustkrebs-Früherkennung angeboten. So werden auch Frauen erreicht, die nicht ab und zu ihre Brust abtasten und vor dem Spiegel nach Veränderungen schauen.
Regelmäßige Mammographie:
Eine Mammographie ist eine Röntgenaufnahme der Brust. Sie hilft, die Merkmale zu erkennen, die bereits in einem sehr frühen Stadium auf eine Brustkrebserkrankung hindeuten, noch bevor ein Tumor fühlbar ist. Da das Brustkrebsrisiko mit zunehmendem Alter steigt, läuft seit 2007 bundesweit das sogenannte Mammographie-Screening, eine kostenlose Reihenuntersuchung für Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren. Jede Frau kann sie in Anspruch nehmen.
Die Qualität von Mammographien hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. So haben sich die beteiligten Fachärzte (Radiologen) verpflichtet, bei den Mammographie-Reihenuntersuchungen bestimmte Standards einzuhalten. Dazu zählen eine Mindestzahl an Mammographien im Jahr und die Kontrolle durch mindestens einen Kollegen.
In einem gemeinsamen Brief appellierten 2010 13 Befürworter und Kritiker des Mammographie-Screenings an die Medien, bei der Darstellung der Vor- und Nachteile des Programms die "Kennzahlen Mammographie" zu verwenden. Hier finden Sie den Brief an die Medien vom 3.2.2010 und hier die Kennzahlen des Mammographie-Screenings "Dokumentation 2010" im Auftrag der Kooperationsgemeinschaft Mammographie.
Frauen unter 40, in deren Familie Brustkrebs aufgetreten ist oder die aus anderen Gründen besorgt sind, sollten sich von ihrem Arzt/ihrer Ärztin über den richtigen Zeitpunkt einer Mammographie beraten lassen.
Ultraschalluntersuchung:
Bei Frauen, die jünger als 40 Jahre sind, wird bei Auffälligkeiten der Ultraschall empfohlen. Falls erforderlich, wird dann als weitere Untersuchung eine Mammographie durchgeführt. Bei Frauen ab 40 wird der Ultraschall als ergänzende Untersuchung zur Mammographie bei dichtem Gewebe empfohlen.
Die Frauenleitlinie Brustkrebs-Früherkennung bietet einen verständlichen und umfassenden Überblick über die medizinischen Untersuchungsmethoden zur Früherkennung von Brustkrebs. Der Ratgeber für Frauen jeden Alters mit dem Titel "Früherkennung von Brustkrebs - Eine Entscheidungshilfe für Frauen" steht hier als Download (PDF 385 kb) zur Verfügung. Er wurde im Juni 2010 herausgegeben vom "Leitlinienprogramm Onkologie" der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V., der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. und der Deutschen Krebshilfe e.V.
3. Erkennen Sie die Signale Ihres Körpers:
Lernen Sie, wie Ihre Brüste normalerweise aussehen und sich anfühlen. Gehen Sie gleich zum Arzt, wenn Sie Veränderungen feststellen. Hier sehen Sie, auf welche Auffälligkeiten Sie achten sollten.
Obwohl die Mehrheit aller Brustknoten gutartig ist, empfiehlt es sich, den Arzt über alle sicht- oder fühlbaren Veränderungen zu informieren.
KOMEN hat Selbstuntersuchungskarten (PDF, 655KB) entwickelt, die in einfachen Schritten zeigen, wie Frauen ihre Brüste selbst untersuchen können und worauf sie dabei achten sollen.
4. Leben Sie gesund:
Ihr persönliches Brustkrebsrisiko hängt nicht nur ab von der familiären Vorbelastung, sondern auch von Ihren Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten sowie Ihrem Körpergewicht. Diese Risikofaktoren können Sie beeinflussen durch Ihren Lebensstil - denken Sie daran in Ihrem Alltag!
(Stand: Juni 2012)