Komen Deutschland e.V.: Der Verein für die Heilung von Brustkrebs
Susan G. Komen Deutschland e.V. – Verein für die Heilung von Brustkrebs finanziert im Zeichen des Pink Ribbon, der pinkfarbenen Schleife, modellhafte Projekte zur Heilung von Brustkrebs und betreibt Aufklärungskampagnen, um Leben zu retten und dem Brustkrebs die Bedrohung zu nehmen. Dabei sollen vor allem Frauen in ihrer Gesundheitsvorsorge gestärkt, eine ausreichende medizinische Versorgung sichergestellt und Forschungen zur Heilung von Brustkrebs finanziert werden.
Der Verein wurde 1999 als deutsche Vertretung von Susan G. Komen for the Cure® (USA) gegründet und ist in Deutschland als gemeinnützig anerkannt. Vorstand und Geschäftsführung haben ihren Sitz in Frankfurt am Main.
Die Gründung der amerikanischen Susan G. Komen for the Cure geht zurück auf die Initiative der später selbst an Brustkrebs erkrankten Nancy G. Brinker, die ihrer Schwester Susan G. Komen versprach, alles in ihrer Macht stehende für die Erforschung von Brustkrebs und die Verbesserung der Heilungsmöglichkeiten zu tun. Susan G. Komen starb 36-jährig an Brustkrebs, Nancy G. Brinker gründete daraufhin 1982 den Charity-Verein Susan G. Komen for the Cure, heute ist die Komen-Gründerin WHO-Botschafterin für die Krebsaufklärung in New York .
Weltweit wirksames Netzwerk
Susan G. Komen Deutschland e.V. – Verein für die Heilung von Brustkrebs ist Mitglied einer weltweit aktiven Brustkrebs-Initiative mit dem größten und am breitesten aufgestellten Netzwerk von Frauen und Männern, die Brustkrebs hatten oder zur Heilung von Brustkrebs beitragen wollen. Über 100.000 Mitglieder engagieren sich in 125 regionalen Vertretungen in den USA, in Deutschland (als Susan G. Komen Deutschland e.V.), in Italien und in Puerto Rico. Susan G. Komen for the Cure kooperiert weltweit mit lokalen Brustkrebsorganisationen und finanziert Programme für Forschung und zur Aufklärung über Brustkrebs in mehr als 50 Ländern.
30 Jahre Aufklärung, Fundraising und Forschungsförderung
Seit der Gründung im Jahre 1982 hat Susan G. Komen for the Cure mehr als 1,9 Milliarden US-Dollar investiert, um den Kampf gegen Brustkrebs zu intensivieren. Etliche Durchbrüche in der Forschung stehen im Zusammenhang mit der Komen-Forschungsförderung, darunter auch die Arbeit von drei Nobelpreisträgern. Die wissenschaftlichen Erfolge, die heute mehr Leben retten können und die Therapie individualisieren, zielgerichteter und nebenwirkungsärmer gestalten, wurden möglich durch die freiwillige Mitarbeit Tausender. Einnahmen aus Benefiz-Veranstaltungen wie dem Race for the Cure®, das heute die weltweit größte Fundraising-Veranstaltung ist, und andere Charity-Veranstaltungen sowie Spenden und Marketingkooperationen finanzieren die Forschungsförderung. Der Benefiz-Lauf zählt inzwischen jährlich mehr als 1,6 Millionen Teilnehmer und über 100.000 Freiwillige an mehr als 146 verschiedenen Orten weltweit (Stand Anfang 2012).
Susan G. Komen Deutschland e.V. – Verein für die Heilung von Brustkrebs konnte bislang bundesweit mehr als 1,2 Millionen Euro an Fördergeldern vergeben, die der Verein durch Einnahmen aus Benefiz-Veranstaltungen wie dem Race for the Cure, Marketingkooperationen mit Firmen wie KitchenAid oder Thomas Sabo sowie Spenden zur Verfügung stellte.
Ehrenamtliche und Botschafterinnen
Zahlreiche ehrenamtliche Helfer und Botschafterinnen unterstützen Komen Deutschland in Aufklärungskampagnen, bei Benefiz-Veranstaltungen, auf Patiententagen und Kongressen, in der Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit. Dazu zählen auch Brustkrebsaktivistinnen aus ganz Deutschland, die sich durch kombra, das Kompetenztraining für Brustkrebsaktivistinnen, auf dem neuesten Stand halten und betroffenen Frauen zur Seite stehen. Seit 2011 ist kombra in die Trägerschaft von Komen Deutschland übergegangen.
Als Botschafterinnen haben sich die frühere Fußballnationalspielerin Inka Grings, die Triathletin Nicole Leder und die Sängerin Cassandra Steen zur Verfügung gestellt. Sonderbotschafterin ist Irene Menzel, die Geschäftsführerin und Initiatorin zahlreicher Komen-Aufklärungskampagnen in Deutschland war.
Hoffnung, Hilfe und Heilung in Deutschland
Die Aufklärung über Brustkrebs steht im Mittelpunkt von Susan G. Komen Deutschland e.V. Denn es kann jede(n) treffen, jede(r) kann aber auch durch Lebensführung und Früherkennung dazu beitragen, dass das Risiko minimiert wird. Zu den Kampagnen zählen die Pink-Infotaschen, die über die Brustzentren an betroffene Patientinnen verteilt werden und neben den eigenen Infobroschüren weiteres Aufklärungsmaterial enthalten, sowie Infoveranstaltungen zur Früherkennung von Brustkrebs in Unternehmen.
Das sind die Fakten, die Komen verbreiten will:
• Brustkrebs kennt keine Grenzen – weder Alter noch Geschlecht, weder sozialer Status noch Herkunft spielen bei der Erkrankung eine Rolle
• Zur größten Risikogruppe gehören Frauen, insbesondere Frauen ab 40 Jahren, aber auch Männer können an Brustkrebs erkranken
• In Deutschland wird jede achte Frau mit der Diagnose "Brustkrebs" konfrontiert
• Brustkrebs trifft nicht nur die Patientin, auch Freunde und Angehörige brauchen Unterstützung
• Brustkrebs ist zwar die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, aber nicht die häufigste Todesursache. Die häufigste Todesursache sind Herz-Kreislauferkrankungen
• Der entscheidende Faktor, um Brustkrebs zu überleben, ist die Früherkennung
• Die vier Schritte zur Früherkennung sind:
1. Kennen Sie Ihr persönliches Brustkrebsrisiko
2. Gehen Sie zur medizinischen Untersuchung
3. Beobachten Sie Ihre Brüste
4. Leben Sie gesund
Komen in Kürze
International
• Susan G. Komen for the Cure wurde 1982 in Dallas von der Amerikanerin Nancy G. Brinker gegründet
• weltweit setzen sich heute mehrere Millionen ehrenamtliche Helfer für die Aufklärung ein
• Fundraising: fast 1,9 Milliarden US-Dollar wurden seit 1982 investiert. Herausragendes Ergebnis der Projektförderung: 1994 entdeckte die von Komen geförderte Wissenschaftlerin Dr. Mary Claire King die Genmutation BRCA1, einen Indikator für die erbliche Form von Brustkrebs. Sie ist eine von drei Komen geförderten Forschern, deren Leistung später mit Nobelpreisen ausgezeichnet wurden
• Rennen für Aufklärung und Forschung: Der erste Race for the Cure (fünf Kilometer Laufen oder zwei Kilometer Walken) fand 1983 in Dallas mit 800 Teilnehmern statt; derzeit rennen jährlich mehr als1,6 MillionenTeilnehmer in mehr als 140 Städten für den guten Zweck. Weitere klassische öffentlichkeitswirksame Komen- Benefiz-Veranstaltungen sind der Pink Tie Ball und Luncheons
• Symbol Pink Ribbon: 1990 wurden erstmals beim Race for the Cure in den USA pinkfarbene Schleifen (Pink Ribbon) ausgeteilt. Seit 2007 ist die pinkfarbene stilisierte laufende Schleife von Komen, das Running Ribbon, das Symbol für den Kampf gegen Brustkrebs
Deutschland
• 72.000 Frauen erkranken jährlich neu an Brustkrebs und etwa 500 Männer
• 1999 wurde Susan G. Komen Deutschland e.V. – Verein für die Heilung von Brustkrebs in Frankfurt am Main gegründet
• seit 2000 findet der Benefizlauf Race for the Cure in Deutschland statt. 2011 rannten mehr als 6.600 Teilnehmer in Frankfurt am Main zugunsten von Projekten zur Förderung der Früherkennung von Brustkrebs und Unterstützung von betroffenen Frauen und ihrem Umfeld, seit 2011 auch in Hamburg, seit 2012 in Köln, weitere Benefizrennen in anderen Städten sind geplant. Die Erlöse kommen Projekten in der jeweiligen Region zugute
• seit 1999 sammelt Komen Deutschland Gelder für Aufklärung und Forschungsförderung und vergab bisher mehr als 1,2 Millionen Euro Fördergelder, 2012 erhält u.a. die Universitätsklinik Eppendorf in Hamburg einen Scheck zur Verbesserung der psychoonkologischen Betreuungsmöglichkeiten für Lebenspartner an Brustkrebs erkrankter Frauen (Verbesserung der psychosozialen Betreuung ist ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit von Komen Deutschland)
• 61.500 Pink-Infotaschen für Patientinnen mit Aufklärung gegen Angst verschickte Komen Deutschland seit 2007 an zertifizierte Brustzentren. Für diese Aktion wurde Susan G Komen Deutschland e.V. 2009 von der Initiative der Bundesregierung und der Wirtschaft: “Deutschland – Land der Ideen“ ausgezeichnet
• mehr als 60.000 Informationsbroschüren versendete Komen Deutschland bislang an Privatpersonen, niedergelassene Ärzte, Praxen und Kliniken. Die speziellen Informationsbroschüren richten sich jeweils gezielt an Brustkrebserkrankte, ihre Kinder, Partner und Freunde
• Susan G. Komen Deutschland e.V. ist derzeit mit vier Regionalgruppen aktiv: Keimzelle war das Rhein-Main-Gebiet, hinzu kamen Heidelberg, Hamburg und Köln
Stand: Februar 2012